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Ferienwohnung vermieten im Kanton Genf: was gilt?

Gästemeldung

Gäste ausländischer Herkunft, die du gegen Entgelt beherbergst, meldest du der Kantonspolizei. Dafür brauchst du ein verifiziertes Konto auf e-démarches; danach schickst du deine Angaben (Identifikationsnummer, Name, Adresse, Telefon, Adresse der Unterkunft) an die Meldestelle und erhältst einen Code mit der Anleitung, wie du die Gäste meldest.

  • Frist: So rasch wie möglich, sobald der Gast die Wohnung bezogen hat.
  • Weg: Verifiziertes e-démarches-Konto, Anmeldung per E-Mail an sgap.bullettes@police.ge.ch, danach Meldung mit dem zugeteilten Code.
  • Grundlage: Art. 16 AIG, Art. 18 VZAE; kantonale Umsetzung durch die Police cantonale

Kurtaxe und Abgaben

Kantonal einheitlich CHF 4.25 pro Person und Nacht, Campings CHF 2.50; wer länger bleibt, kann pauschal CHF 60 pro Person zahlen. Die Taxe gilt ausdrücklich auch für Ferien- und Zweitwohnungen und Unterkünfte bei Privaten. Wer Gäste beherbergt, zieht sie ein, meldet sich selbst bei der Steuerverwaltung an und reicht das jährliche Formular ein, auch ohne Einnahmen. Über Airbnb wird die Taxe seit 1.9.2020 automatisch eingezogen.

  • Wer erhebt: Kanton (Administration fiscale cantonale).
  • Kantonale Abgabe: Die Kurtaxe ist selbst kantonal. Daneben gibt es die Taxe de promotion du tourisme für Unternehmen mit Touristenkundschaft; ob private Gastgeber darunter fallen, regelt der Text nicht ausdrücklich.
  • Grundlage: Loi sur le tourisme (LTour, rsGE I 1 60); Règlement RTour (I 1 60.01) Art. 7, 10, 32–36, Fassung in Kraft seit 1.1.2026

Airbnb zieht die Kurtaxe im Kanton Genf selbst ein und liefert sie ab.

Kurtaxe in Gemeinden im Kanton Genf

Bewilligung und Registrierung

Bis 90 Tage im Jahr keine Bewilligung. Vermietest du eine ganze Wohnung über Plattformen länger als 90 Tage im Jahr, gilt das als Zweckänderung nach dem Wohnraumschutzgesetz LDTR und ist laut Kanton nicht erlaubt (seit 1.4.2018; die Grenze stieg nach einem Gerichtsurteil im April 2019 von 60 auf 90 Tage). Regelmässige, professionelle Beherbergung braucht eine Bewilligung der Police du commerce (PCTN).

Einschränkungen

90-Tage-Grenze pro Jahr für ganze Wohnungen über Plattformen. In subventionierten Wohnungen (LGL, LDTR, LUP) ist jede Untervermietung verboten und kann zur sofortigen Kündigung führen. Mieter brauchen die Zustimmung der Vermieterschaft (Art. 262 OR).

Zweitwohnungen

Das Zweitwohnungsgesetz spielt in Genf praktisch keine Rolle. Massgebend ist der Wohnraumschutz (LDTR).

Steuern

Keine kantonale Besonderheit gefunden.

Aktuell

  • 17. August 2026 · in Beratung: Staatsrat plant Registrierung, Meldepflicht und automatische Kontrolle der 90 Tage; Wirtschaftskommission lehnt die Motion M 3167 zur Airbnb-Kontrolle mit 9 zu 5 ab, Entscheid im Plenum offen Quelle
  • 10. April 2026 · in Beratung: Staatsrat bereitet laut Medien ein Pflichtregister für Airbnb-Wohnungen vor, um die 90 Tage zu kontrollieren Quelle
  • 1. Januar 2026 · in Kraft: Kurtaxen-Artikel im RTour angepasst (Änderung vom 19.11.2025), Einheitssatz CHF 4.25 Quelle

Noch offen: Ob Kinder von der Kurtaxe befreit sind, steht im Gesetz (LTour Art. 10), das ich nicht gelesen habe; die Kantonsseite nennt Erwachsene und Minderjährige. Bisheriger Satz vor der Änderung per 1.1.2026 nicht geprüft. Ob Schweizer Gäste ebenfalls zu melden sind und wie lange Daten aufzubewahren sind: auf der Kantonsseite nicht geregelt. Airbnb zieht laut Hilfeartikel nur bei Reservationen unter 40 Tagen ein. Ein Pflichtregister braucht laut Kommissionsbericht M 3167-A (17.8.2026) noch eine gesetzliche Grundlage; Zeitplan und Plenumsentscheid offen.

Häufige Fragen

Muss ich meine Gäste im Kanton Genf melden?

Gäste ausländischer Herkunft, die du gegen Entgelt beherbergst, meldest du der Kantonspolizei.

Zieht Airbnb die Kurtaxe in Genf ein?

Airbnb zieht die Kurtaxe im Kanton Genf selbst ein und liefert sie ab.

Brauche ich im Kanton Genf eine Bewilligung?

Bis 90 Tage im Jahr keine Bewilligung.

Quellen

Kurz zusammengefasst, keine Rechtsberatung. Massgebend sind die verlinkte Amtsquelle und die Regeln deiner Gemeinde.